Containerterminals verbinden Elektrifizierung und intelligente Automation
Containerterminals müssen mehr Ladung umschlagen, Emissionen senken und zugleich einen stabilen sowie sicheren Betrieb gewährleisten. Vahle betrachtet Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung deshalb nicht als getrennte Vorhaben, sondern als aufeinander aufbauende Entwicklung.
Ein Terminal kann mit dem Ersatz dieselbetriebener Maschinen durch elektrische Systeme beginnen. Danach lassen sich Ortung, Datenkommunikation und Fernsteuerung ergänzen. Dieser modulare Ansatz verteilt die Investitionen und ermöglicht operative Verbesserungen nach jeder Ausbaustufe, ohne sofort eine vollständig automatisierte Anlage realisieren zu müssen.

Fernsteuerung schafft neue Arbeitsbedingungen
Werden Kranführer aus der Maschine in Leitstände verlagert, sinkt ihre direkte Exposition gegenüber Gefahrenbereichen. Gleichzeitig kann ein moderner Arbeitsplatz helfen, qualifizierte Beschäftigte zu gewinnen und zu halten. Vollständige Autonomie ist damit nicht gemeint: Der Mensch soll den Betrieb weiterhin überwachen und bei Bedarf eingreifen können.
Bei Neubauten sollte die Energieversorgung gemeinsam mit der Automatisierung geplant werden. Elektrische gummibereifte Portalkrane, Batteriespeicher und ein intelligentes Energiemanagement können den Infrastrukturbedarf reduzieren und die Flexibilität erhalten. Außerdem verringert die Elektrifizierung die Abhängigkeit von Dieselversorgung und erleichtert die Einbindung von Speichern und erneuerbaren Energien.
KI unterstützt die vorausschauende Instandhaltung
Ein weiterer Baustein ist die Auswertung von Maschinendaten. Vahle setzt künstliche Intelligenz auf Meldungen aus speicherprogrammierbaren Steuerungen an. Dadurch müssen Serviceteams nicht jede Information manuell prüfen. Stattdessen kann das System frühzeitig auf einen bevorstehenden Wartungsbedarf hinweisen. Arbeiten lassen sich besser vorbereiten und bündeln, wodurch ungeplante Stillstände reduziert werden können.

Auch die Sicherheit profitiert von der technischen Integration. Ladesysteme sollen unbeabsichtigten Kontakt verhindern, während automatisierte Lenksysteme die Ausrichtung gummibereifter Portalkrane unterstützen. Der Weg „vom Diesel zum Digitalen“ umfasst somit Antrieb, Energie, Kommunikation und Instandhaltung. Entscheidend bleibt die Zusammenarbeit zwischen Technologieanbietern, Maschinenherstellern und Terminalbetreibern.





