Mehr Effizienz durch einen kontrollierten Palettenkreislauf
In hochautomatisierten Lagern stehen Roboter, Fördertechnik und Software im Mittelpunkt. Die Palette wird dagegen häufig als austauschbares Verbrauchsmittel betrachtet. Für Unternehmen, die Einwegpaletten aus Holz einsetzen, kann diese Sichtweise jedoch erhebliche versteckte Kosten verursachen.
Ein geschlossener Kreislauf macht die Palette zu einem langfristigen Betriebsmittel. Die Ladungsträger bleiben in definierten internen Abläufen und können über viele Transporte hinweg eingesetzt werden. Eine robuste Kunststoffpalette erreicht bei täglicher Nutzung eine Lebensdauer von bis zu zehn Jahren; Holzpaletten halten oft nur zwei bis drei Jahre. Eine eindeutige Kennzeichnung verbessert zudem die Rückführung.

Kimal hält Ladungsträger im eigenen Prozess
Der britische Hersteller medizinischer Produkte Kimal transportierte seine Erzeugnisse von einem Reinraumstandort in Bromsgrove zu einem externen Sterilisationsdienstleister auf Holzpaletten im Euroformat. Da die meisten Paletten nicht zurückkamen, musste Kimal wöchentlich etwa 250 neue Paletten beschaffen. Die jährlichen Ausgaben stiegen dadurch auf rund 80.000 Pfund. Brüche und Holzsplitter erhöhten außerdem die Gefährdung für Beschäftigte und konnten automatisierte Anlagen beeinträchtigen.
Zum Einsatz kommen nun 1.095 Schwerlastpaletten aus vollständig recyceltem HDPE. Das offene Deck lässt Sterilisationsgas durch; das Euroformat passt in den bestehenden Materialfluss. Die Paletten werden vom Reinraum über die Sterilisation zum Vertriebszentrum in Worcester geführt. Für die Auslieferung an Kunden verwendet Kimal kostengünstigere Holzpaletten. Die wiederverwendbaren Einheiten verbleiben damit unter eigener Kontrolle.
Weniger Beschaffung, Transporte und Belastung
Im ersten Jahr erzielte Kimal nach Berücksichtigung der Einführungs- und Ausrüstungskosten eine Einsparung von etwa 20.000 Pfund. Für die Folgejahre werden rund 84.000 Pfund pro Jahr erwartet, einschließlich Wartungs- und Ersatzkosten. Aus wöchentlichen Palettenlieferungen wurde eine jährliche Sendung; dadurch sollen jährlich 1.200 kg CO₂ eingespart werden.
Mit einem Gewicht von etwa 16 kg sind die Kunststoffpaletten zudem 10–14 kg leichter als die Holzvarianten. Das reduziert die Belastung bei der manuellen Handhabung und unterstützt einen stabileren automatisierten Betrieb. Die Lösung von Go Plastic Pallets verdeutlicht, dass nachhaltigere Logistik mit einer besseren Anlagen- und Prozessperformance verbunden werden kann.





