Girteka verteilt Transportstrukturen neu

Girteka Builds a More Flexible European Transport Network

Girteka baut in Riga und Oradea neue lokale Transportstrukturen auf. In Lettland und Rumänien sollen künftig Fahrzeuge registriert, Fahrer beschäftigt und Transporte gesteuert werden.

Der Schritt ist eine Reaktion auf die angespannte Lage am europäischen Fahrermarkt. Gleichzeitig muss der Logistiker mit unterschiedlichen Kosten- und Regulierungsbedingungen umgehen. Für temperaturgeführte und hochwertige Güter ist deshalb nicht nur zusätzlicher Fuhrpark entscheidend, sondern auch eine verlässliche operative Kontrolle.

Girteka Builds a More Flexible European Transport Network

Riga startet, Oradea folgt

In Lettland nähert sich Girteka der Marke von 100 lokal zugelassenen Lkw. Die Fahrzeuge sind bereits im Einsatz. In Rumänien bereitet das Team die Aufnahme der ersten Lkw und Fahrer vor. Die lokalen Verwaltungsfunktionen sollen entsprechend dem Wachstum der Aktivitäten erweitert werden.

Das Modell ergänzt bestehende Strukturen in Europa. In Polen betreibt Girteka rund 3000 Lkw und verfügt dort über lokale Rekrutierung, Transportmanagement und operative Fähigkeiten. Durch weitere Standorte kann das Unternehmen Flotten und Beschäftigung stärker an regionale Bedingungen anpassen.

Girteka wickelt nach Angaben auf der Unternehmenswebsite jährlich rund 800.000 Komplettladungen für mehr als 5000 Kunden ab. Der Zugang zu qualifizierten Fahrern beeinflusst damit unmittelbar die für Kunden verfügbare Kapazität.

Arbeitsmarkt wird zum Kapazitätsfaktor

Die International Road Transport Union beziffert die Zahl unbesetzter Lkw-Fahrerstellen in Europa für 2025 auf etwa 502.000. Das entspricht ungefähr 13 % des benötigten Branchenpersonals. Zusätzlich könnte in den kommenden fünf Jahren rund ein Fünftel der derzeitigen europäischen Fahrer in den Ruhestand gehen.

In Riga sucht Girteka bereits Fachkräfte für Transportbetrieb und Management. Sie sollen Prozesse aufbauen, das Flottenwachstum begleiten und lokale Teams entwickeln. In Rumänien wird die Rekrutierung mit dem Start und der Erweiterung des Standorts anlaufen.

Für Industrieunternehmen bedeutet der Ansatz eine Kombination aus regionalem Arbeitsmarktzugang und europaweiter Koordination. Das kann helfen, Lieferketten auch dann planbarer zu machen, wenn Personalressourcen ungleich verteilt sind.

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