Right-Size-Verpackung macht E-Commerce-Fulfillment effizienter
Der Onlinehandel macht den Versandkarton zu einem wichtigen Produktionsfaktor. Statt Waren in standardisierten Mengen an Filialen zu liefern, müssen Fulfillment-Zentren zahlreiche Einzelbestellungen mit unterschiedlichen Abmessungen schnell und sicher verpacken.
Nach dem britischen ONS Retail Sales Index entfielen 2025 durchschnittlich 27,4 % der Einzelhandelsausgaben auf den Onlinehandel; im vierten Quartal lag der Anteil bei 29,9 %. Der Ofcom Annual Parcel Report 2025 weist für 2024 außerdem 4,2 Milliarden Pakete aus, die von britischen Verbrauchern versendet oder empfangen wurden. Damit steigen die Anforderungen an Durchsatz und Ressourceneffizienz.

Der Karton entsteht passend zum Auftrag
Feste Kartongrößen führen häufig zu ungenutztem Raum und zusätzlichem Füllmaterial. Right-Size-Systeme vermessen den Auftrag und fertigen daraus einen Wellpappkarton, dessen Größe auf die enthaltenen Produkte abgestimmt ist.
Packsize bietet dafür teil- und vollautomatisierte Anlagen an. Nach Unternehmensangaben können die Systeme bis zu 1.300 Pakete pro Stunde formen und verschließen. Die Lösungen reichen von Anwendungen mit geringerem Volumen und vielen Produktformaten bis zu schnellen E-Commerce-Linien mit starken Auftragsspitzen.
Als durchschnittliche Effekte nennt Packsize rund 30 % weniger Wellpappenverbrauch, bis zu 40 % weniger Paketvolumen und etwa 80 % weniger Füllmaterial. Eine vollautomatische Anlage kann demnach ungefähr die Leistung von 20 manuellen Packstationen erreichen. Die tatsächlichen Werte hängen vom Produktspektrum und dem jeweiligen Prozess ab.
Verpackung wird Teil des Materialflusses
Die Anlagen können im Box-first- oder Box-last-Verfahren arbeiten. Dabei lässt sich zunächst eine passgenaue Schale erzeugen, in die kommissioniert und die anschließend verschlossen wird. Plastikbehälter für die Kommissionierung werden dadurch überflüssig; zudem ist ein Wechsel zwischen den Verfahren möglich.
Durch kleinere Versandstücke kann mehr Ware in ein Fahrzeug passen. Das kann die Zahl der Fahrten, den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen reduzieren. Die Technik lässt sich in bestehende Lager integrieren oder bereits bei der Planung eines Neubaus berücksichtigen. Eine Anbindung an Warehouse-Management-Systeme unterstützt die Einbettung in den gesamten Fulfillment-Prozess.





