Arvato erweitert Mode-Logistik mit mobilen Sortierrobotern
Arvato Türkiye hat im Istanbuler Verteilzentrum Platform S eine robotergestützte Sortieranlage für den Onlinehandel eines globalen Modeunternehmens in Betrieb genommen. Die Lösung soll die Leistung erhöhen und zugleich eine flexiblere Alternative zu einer großflächigen, fest installierten Fördertechnik bieten.
Das Projekt wurde von Libiao Robotics gemeinsam mit dem türkischen Integrationspartner Lodamaster geplant, geliefert und umgesetzt. Zum System gehören 66 autonome Roboter, 14 Einschleusstationen und 672 Sortierziele. Die Anlage kann bis zu 3.700 Artikel pro Stunde verarbeiten.

Automatisierung für wechselnde Auftragsmuster
Im Modegeschäft treffen eine große Artikelvielfalt, kurzfristige Nachfrageänderungen, Retouren und saisonale Spitzen aufeinander. Die Roboter bewegen die Waren innerhalb eines kompakten, modularen Rasters zu ihren jeweiligen Zielpositionen. Dabei soll die Anlage sowohl leichte Bekleidung als auch größere Kleidungsstücke mit konstantem Durchsatz verarbeiten.
Die technische Auslegung wurde an die vorhandenen Abläufe und die baulichen Gegebenheiten des Lagers angepasst. Dadurch konnte Arvato die bestehende Organisation weiter nutzen, anstatt den Betrieb für eine grundlegende Neugestaltung umzubauen.
Die Wirkung beschränkt sich auf eine höhere Sortierleistung. Größere Kommissionierbatches, kürzere Laufwege, weniger manuelle Handgriffe und ein gleichmäßigerer Warenfluss können die Auftragsabwicklung beschleunigen. Für Unternehmen mit stark schwankenden Mengen ist zudem entscheidend, dass die Infrastruktur schrittweise erweitert werden kann.

In sechs Monaten in den Regelbetrieb
Vom ersten Konzept bis zum vollständigen Go-live vergingen rund sechs Monate. Drei Wochen nach Abschluss der Integrationstests erreichte die Anlage ihre Zielkapazität.
Der modulare Aufbau reduziert die Abhängigkeit von dauerhaft installierten Förderstrecken. Arvato Türkiye schafft damit eine Grundlage für weiteres Wachstum, ohne bei jeder Kapazitätserweiterung in eine vollständig neue Infrastruktur investieren zu müssen.






