IMI erweitert britisches Angebot für digitale Lieferketten

IMI expands UK supply-chain software portfolio

Der schwedische Softwareanbieter IMI hat sein Geschäft im Vereinigten Königreich ausgebaut. Neun Monate nach dem Markteintritt durch die Übernahme des britischen Unternehmens OMS Limited bringt IMI dort sein vollständiges Portfolio für Lieferketten auf den Markt. OMS entwickelte das Warehouse-Labour-Management-System Vitesse.

Die Erweiterung fällt in eine Phase, in der britische Betreiber vor dem Saisongeschäft mit steigenden Personal- und Frachtkosten umgehen müssen. Besonders für Unternehmen mit mehreren Distributionsstandorten kann eine einheitliche Datengrundlage helfen, Produktivität und Kosten über das gesamte Netzwerk hinweg zu vergleichen.

Mehr als Lagerproduktivität

Seit der Übernahme unterstützt IMI weiterhin die bestehende Vitesse-Kundenbasis. Dazu gehören Mountain Warehouse, Poundland und Morrisons. Nach eigenen Angaben ist die britische Kundenbasis seit Januar um 20 Prozent gewachsen. Parallel plant das Unternehmen, sein Team im Vereinigten Königreich zu vergrößern.

Das nun verfügbare Portfolio umfasst Bestandsplanung, Auftragsmanagement, Lagerverwaltung, Frachtkostenmanagement und Liefermanagement. Damit werden die bisherigen Funktionen zur Messung und Steuerung der Lagerproduktivität um Anwendungen für weitere Abschnitte des Warenflusses ergänzt.

Martin O’Grady, Manager für Produkt und Entwicklung bei IMI, sieht bei britischen Betreibern vor allem Bedarf an einem besseren Überblick über Lagerleistung und Personalkosten. In Netzwerken mit mehreren Standorten würden unterschiedliche Arbeitsweisen den Vergleich erschweren. Personal und Fracht seien vor der Hochsaison zwei der größten Kostenblöcke.

Lokale Präsenz als Expansionsbasis

IMI betreut in Europa mehr als 400 Kunden aus E-Commerce, Handel, Großhandel und Distribution, Lebensmittel- und Getränkeindustrie, Pharma sowie der Kontraktlogistik. Das britische Team wird durch die bestehenden europäischen Organisationen des Unternehmens unterstützt.

CEO Niklas Rönnbäck bezeichnete die Übernahme als Grundlage für den Aufbau einer stärkeren britischen Präsenz. Die vollständige Suite soll IMI dem Ziel näherbringen, eine führende europäische Plattform für Supply-Chain-Management zu entwickeln. Dafür will das Unternehmen weiter in seine Mitarbeiter im Vereinigten Königreich investieren.

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