Neudefinition der letzten Meile mit OOH-Netzwerk

Briten senden und empfangen täglich Millionen von Paketen. Aber während das Paketvolumen weiter wächst, verändert sich das Verbraucherverhalten hinsichtlich der Art und Weise, wie diese Pakete zugestellt und abgeholt werden, schnell. Neue Forschungen zeigen, dass zwischen Juni 2024 und 2025 im Vereinigten Königreich 115 Millionen Einzelhandels-Pakete über Schließfächer versendet wurden.

Der Kurier- und Anbieter von Out-of-Home-Lieferdiensten, InPost, hat kürzlich sein Netzwerk durch Partnerschaften mit großen Einzelhändlern wie ASOS erweitert, während Evri jetzt an über 10.000 Schließfächer und ParcelShops verfügbar ist. Es ist klar, dass eine Nachfrage nach breiter Akzeptanz besteht und die Notwendigkeit, diese Optionen als Standard zu verankern.

Die Nachfrage wird durch sich zuspitzende Drucksituationen angetrieben – steigende Erwartungen an Qualitätsdienste und beschleunigt durch den Bedarf an höchster Bequemlichkeit.

Betriebsrisiken

Um zu verstehen, warum Menschen sich für Out-of-Home-Lieferungen anstelle von Zustellungen an die Haustür entscheiden, müssen wir die wichtigsten Herausforderungen der letzten Jahre untersuchen. Aktuelle Forschungen von Citizens Advice heben Verbraucherprobleme wie zunehmende Sicherheitsbedenken und gescheiterte Zustellungen hervor. Etwa ein Viertel der Briten erhält ihre Pakete entweder verspätet, nicht an dem sicheren Ort, den sie angefordert haben, oder sie werden ganz ohne Lieferung zurückgelassen.

In der Zwischenzeit stehen Kurierdienste vor mehreren Herausforderungen auf der letzten Meile. Steigende Betriebskosten können den teuersten Teil der Lieferkette darstellen, und operative Ineffizienzen, verbunden mit Zeitdruck und erhöhtem Volumen, führen unweigerlich zu unzufriedenen Kunden und beschädigtem Ruf. Zudem war Geschwindigkeit einst die wichtigste Anforderung, doch moderne Lebens- und Arbeitsgewohnheiten bedeuten, dass die Anwesenheit zu Hause für die Lieferung viel weniger vorhersehbar ist, was Effizienz und Flexibilität erfordert.

OOH als Netzwerkinfrastruktur

Out-of-Home-Lieferung ist kein „Backup-Option“ mehr, sondern ein strategischer Hebel zur Verbesserung der Kundenerfahrung und Effizienz. Es ist die bequeme Option, die den Verbrauchern ein Gefühl der Kontrolle gibt. Tatsächlich treffen über ein Viertel der Käufer Kaufentscheidungen basierend auf der Verfügbarkeit von OOH-Optionen. Viele bevorzugen solche mit 24/7-Zugang und sind bereit, bis zu 1 km zu reisen, um ihr Paket abzuholen. Da der E-Commerce weiterhin an Popularität gewinnt und Verbraucher Probleme mit der letzten Meile haben, ist es eine strategische Notwendigkeit, Kostendruck und operative Effizienz zu verbessern, indem eine Lösung angeboten wird, die die Lieferung konsolidiert und Probleme wie „Porch Piracy“ reduziert. Dies führt unweigerlich zu zufriedeneren Kunden und einem besseren Ruf, der neue Geschäfte anzieht.

So können Kurierdienste OOH im großen Maßstab operationalisieren:

  1. Routen neu gestalten basierend auf Dichte, nicht auf Verteilung. Sammle Abgabepunkte, um die Stop-Dichte zu erhöhen, Fahrzeugemissionen zu reduzieren und die Zeit für wiederholte Besuche zu verringern.
  2. Schließfächer in Erstlieferpläne integrieren. Nicht als Lösung für gescheiterte Zustellungen betrachten. Schließfächer und ParcelShops in die primäre Routenplanung einbinden, um Vorhersehbarkeit zu verbessern, Rücklieferkosten zu senken und die Zuverlässigkeit des Dienstes zu stärken.
  3. Daten nutzen, um die Netzwerkerweiterung voranzutreiben. Nachfrage nach Schließfächern anhand von Postleitzahlen, Pendlerströmen und Einzelhandelsbesuchern erforschen. Intelligente Positionierung erhöht die Akzeptanz und den ROI. Die letzte Meile wird nicht mehr nur durch die Haustür definiert. Für Kurierdienste stellen Out-of-Home-Netzwerke nicht nur eine Ergänzung ihres Dienstes dar, sondern eine strukturelle Veränderung darin, wie Lieferkapazitäten aufgebaut, skaliert und optimiert werden. Wer sie in die Kernstrategie integriert – anstatt sie als Zubehör zu behandeln – wird die nächste Phase der Paketlogistik prägen.

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