Linde macht EX-Elektrostapler digitaler und sicherer

Linde adds intelligent safety to EX electric forklifts

In der Batterie- und Elektromotorenfertigung sowie in neuen Halbleiterwerken entstehen Bereiche, in denen brennbare Stoffe eine explosionsfähige Atmosphäre bilden können. Linde Material Handling hat deshalb die Baureihen E14–E20 EX und E16–E20 P EX für solche Einsatzbedingungen überarbeitet.

Die drei- und vierrädrigen Elektro-Gegengewichtsstapler sind für die ATEX-Zonen 1/21 und 2/22 zertifiziert. Insgesamt umfasst das Programm 14 Ausführungen mit unterschiedlichen Fahrgestellgrößen und Tragfähigkeiten bis zwei Tonnen. Dreiradmodelle eignen sich für enge Produktions- und Lagerbereiche; vierrädrige Varianten verbinden Wendigkeit mit hoher Stabilität auf unebenen Böden.

Assistenzsysteme für das Rückwärtsfahren

Die neuen EX-Fahrzeuge übernehmen zahlreiche Funktionen aus dem Serienprogramm. Optional stehen eine Reverse Assist Camera und ein Reverse Assist Radar zur Verfügung. Die KI-gestützte Kamera unterscheidet Personen von anderen Objekten und warnt akustisch. Je nach Abstand unterstützt sie eine abgestufte Bremsreaktion.

Der Radar berücksichtigt zusätzlich Fahrgeschwindigkeit, Last auf den Gabeln, Lenkwinkel und Entfernung zum Hindernis. Daraus berechnet das System die erforderliche Bremswirkung und kann den Stapler verlangsamen oder bis zum Stillstand bringen. Das gilt etwa bei einem Fußgänger, einer Gitterbox oder einem kreuzenden Stapler im hinteren Arbeitsbereich.

Mit Linde MH Safety Guard lassen sich Geschwindigkeitsbereiche definieren. Beim Einfahren in eine festgelegte ATEX-Zone wird das Tempo automatisch reduziert. In Zone 2/22 können sich Stapler an Kreuzungen zusätzlich akustisch und optisch gegenseitig warnen. VertiLights, LED-Streifen und seitlich projizierte rote Warnlinien verbessern die Wahrnehmbarkeit in schlecht beleuchteten Gängen.

Temperatur unter Kontrolle

Für Zone 1/21 setzt Linde auf Motoren mit speziellen Wicklungen und höheren Isolationsklassen. Sensoren direkt in der Motorwicklung messen die Temperatur an ihrem Entstehungsort. Elektronische Bauteile sitzen in flammgeschützten Gehäusen, die weder Sichtfeld noch Beinfreiheit des Fahrers beeinträchtigen.

Für den Bedienkomfort gibt es eine zertifizierte Kabinenheizung mit acht Luftdüsen für Frontscheibe, Innenraum und Fußbereich. Eine Vorheizfunktion sorgt dafür, dass die Kabine bereits beim Einstieg angenehm temperiert ist. Damit kombiniert die Baureihe Explosionsschutz mit digitaler Unterstützung und einer Bedienumgebung, die dem Alltag in modernen Produktionsanlagen entspricht.

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