Kosten der Störung in der Automobilzulieferkette

83 % der Logistikleiter der Automobilindustrie beschreiben ihre Organisationen als widerstandsfähig. Neue Daten von DP World zeigen jedoch, dass Störungen die Branche jährlich über 13 Milliarden US-Dollar kosten könnten – fast 5 % eines auf 295 Milliarden US-Dollar bewerteten Automobil-Logistikmarktes.

Die am häufigsten genannten Ursachen für Störungen sind geopolitische Instabilität und Handelsvolatilität, wobei 91 % der befragten Führungskräfte der Lieferkette diese Faktoren hervorheben. Weitere Bedrohungen sind Hafenstaus und Umwege von etablierten Schifffahrtsrouten.

Der Bericht erscheint zu einer Zeit intensiver Veränderungen für Automobilhersteller und Zulieferer, getrieben von Elektrifizierung und softwaredefinierten Fahrzeugen. Globale Schocks wie geopolitische Spannungen, Zölle, extreme Wetterbedingungen und Cyberangriffe erhöhen den Druck zusätzlich. Diese Belastungen offenbaren weiterhin die Fragilität von Just-in-Time-Produktionsmodellen, bei denen selbst kleine Verzögerungen zu Produktionsstopps, verpassten Lieferungen und wirtschaftlichem Schaden führen können. In diesem Umfeld ist die Vertrauenslücke zwischen Leistung und Realität ein strategisches Risiko.

Dieses Risiko ist bereits in der Branche sichtbar. In Jahren mit Störungen verlieren 60 % der Automobilunternehmen mehr als einen Monat Betrieb. Vier von fünf berichten über mehr Kundenbeschwerden, 72 % haben Geschäfte oder Verträge verloren, und 63 % geben an, dass ihr Markenruf gelitten hat. Lieferkettenausfälle sind nicht mehr nur operative Probleme. Sie beeinflussen auch das Kundenvertrauen, den Vertragswert und die langfristige Markenstärke.
Als Folge rückt die Logistik zunehmend auf die Agenda des Vorstands: 91 % der Führungskräfte in der Automobillieferkette sagen, dass Störungen auf die höchste Führungsebene eskaliert wurden, was auf eine wachsende strategische Bedeutung an der Spitze der Organisationen hinweist.

Die Forschung von DP World hebt auch hervor, wie integrierte Logistikinvestitionen die Widerstandsfähigkeit stärken können. Unternehmen, die einen koordinierten Ansatz verfolgen und in Bereiche wie Lagerhaltung, internationalen Frachtverkehr, letzte Meile, Compliance, Produktionslogistik und Nachhaltigkeit investieren, berichten von etwa 20 % geringeren Störungskosten und erholen sich bis zu 60 % schneller als solche mit begrenztem Investitionsfokus. Die bedeutendsten Leistungssteigerungen ergeben sich durch Risikomanagement und Resilienzplanung, die Herstellern direkt helfen, Schocks vorherzusehen, zu absorbieren und sich davon zu erholen. Für schlanke, zeitkritische Lieferketten kann dieser Unterschied Margen schützen, Kundenbeziehungen bewahren und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig stärken.

Während die Branche den Übergang durch Elektrifizierung und softwaredefinierte Fahrzeuge meistert und weiterhin Bedrohungen durch Störungen bestehen, wird es entscheidend sein, die Vertrauenslücke zu schließen, um das Wachstum aufrechtzuerhalten.

Beat Simon, Global Chief Operating Officer, Logistics, DP World, sagte: „Unsere Forschung zeigt eine klare Vertrauenslücke. Viele Automobilunternehmen glauben, sie seien widerstandsfähig, aber unsere Daten offenbaren einen strategischen Blindspot, der jährlich 13 Milliarden US-Dollar kostet. Als End-to-End-Lieferkettenpartner der globalen Automobilindustrie sind diese Erkenntnisse für OEMs und ihre Ökosysteme von entscheidender Bedeutung. In Just-in-Time-Umgebungen können selbst kleine Verzögerungen größere wirtschaftliche und Markenrisiken verursachen. Hier wird der Fokus auf Resilienz unerlässlich, und unsere Ergebnisse zeigen eine starke Verbindung zwischen widerstandsfähigen Lieferketten und wirtschaftlicher Leistung.“

David D’Annunzio, Global Vice President und Automotive Vertical Lead, DP World, sagte: „Wir verstehen den Druck, dem unsere OEM-Kunden ausgesetzt sind, in einem sich ständig verändernden Umfeld zu liefern. Jede Verzögerung hat eine Welleneffekt auf Produktionspläne, Partner und Kunden. Deshalb investieren wir in Lösungen, die Herstellern helfen, Widerstandsfähigkeit aufzubauen, sich schneller zu erholen und Zuverlässigkeit zu bewahren – selbst in den komplexesten Lieferketten.“

Diese Erkenntnisse stammen aus einer umfassenderen globalen Studie mit 680 leitenden Logistikverantwortlichen aus acht Branchen, darunter 75 leitende Entscheidungsträger in der Lieferkette innerhalb der Automobilbranche. Sie umfasst Primärbefragungen und ein Datenmodell, das Störungskosten mit Logistikinvestitionen, Unternehmensgröße und Reputationsauswirkungen verbindet – und somit eine robuste, auf Führungsebene basierende Sicht auf die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette und die Kosten von Störungen bietet.

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