Telematik macht unnötigen Motorleerlauf sichtbar

Fleet telematics targets hidden cost of truck idling

Wenn ein Lkw während des Wartens weiterläuft, entstehen Kosten, ohne dass Transportleistung erbracht wird. Bei großen Fuhrparks können sich viele kurze Leerlaufphasen zu einem erheblichen Mehrverbrauch summieren. Der Telematikanbieter Radius sieht deshalb in der digitalen Fahrzeugüberwachung einen praktischen Ansatz, um unnötige Motorlaufzeiten systematisch zu reduzieren.

Leerlauf belastet Kraftstoffverbrauch und Technik

Leerlauf tritt unter anderem an Rampen, bei Auslieferungen oder auf Betriebshöfen auf. Ohne kontinuierliche Fahrzeugdaten ist es schwierig, solche Muster zuverlässig zu erfassen. Die Kontrolle einzelner Situationen durch Disponenten reicht bei einer umfangreichen Flotte meist nicht aus.

Der zusätzliche Kraftstoffverbrauch ist nur ein Teil des Problems. Während des Leerlaufs kann die Verbrennung unvollständig sein, wodurch sich Kohlenstoffablagerungen bilden. Eine geringere Ölzirkulation kann Schmutzansammlungen und Reibung zwischen Bauteilen begünstigen. Außerdem können heiße Gase den Ölfilm in Bereichen beeinträchtigen, die im Stillstand nicht vollständig abgedichtet sind. Daraus können langfristig Effizienzverluste und höhere Reparaturkosten entstehen.

Vom Flottendatum zur konkreten Maßnahme

GPS-Tracker liefern Informationen zu Standort, Bewegung und Fahrzeugaktivität. Fuhrparkmanager können damit feststellen, welche Fahrzeuge, Routen oder Warteprozesse besonders häufig von übermäßigem Leerlauf betroffen sind. Auf dieser Grundlage lassen sich Fahrerhinweise, Warteabläufe oder interne Vorgaben gezielt anpassen.

Der digitale Ansatz ermöglicht auch eine Erfolgskontrolle. Nach einer Änderung können Unternehmen prüfen, ob sich die Leerlaufzeit verringert und der Kraftstoffverbrauch verbessert hat. Radius zufolge kann ein im Stand laufender Motor doppelt so viele Kohlenstoffemissionen erzeugen wie ein fahrendes Auto. Die Reduzierung vermeidbarer Leerlaufphasen unterstützt daher sowohl die Betriebskosten als auch die Klimaziele industrieller Fuhrparks.

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