Verknüpfte Logistik senkt Rückstandsverluste bei Titan Brands

Titan Brands links logistics data to cut backorders

Der US-Händler Titan Brands hat potenzielle wöchentliche Umsatzverluste durch Rückstandsbestellungen um 64 Prozent von 1 Mio. auf 360.000 US-Dollar reduziert. Grundlage ist die Verbindung von Auftrags-, Lager- und Transportmanagement in einer gemeinsamen Betriebsumgebung.

Das Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 200 Mio. US-Dollar steigerte außerdem die Lieferfähigkeit seiner 100 meistverkauften Produkte von 60 auf 95 Prozent. Die Kommissionierleistung nahm um 133 Prozent zu, während die Prognosegenauigkeit von 65 auf 70 Prozent stieg.

Ein Datenfluss vom Auftrag bis zur Auslieferung

Titan Brands mit Sitz in Memphis betreibt vier Verteilzentren in den USA und verkauft fast 3.000 Produkte über Titan Fitness, Titan Attachments und Ash & Ember Outdoors. Zum Sortiment gehören schwere Fitnessgeräte, Anbaugeräte für Traktoren und Kompaktlader sowie Outdoor-Produkte.

Vor der Einführung der Lösung waren Auftragsinformationen eng in die Lagerprozesse eingebettet. Teams nutzten Tabellen und manuelle Abstimmungen, um Wareneingänge, Versandkosten und Liefertermine zu bewerten. Zunächst führte Titan Brands Infios Order Management und Warehouse Management ein. Im Januar 2026 kam Transportation Management hinzu.

Die drei Komponenten tauschen heute Daten in Echtzeit aus. Das Auftragsmanagement bündelt Kundenbestellungen, das Lagerverwaltungssystem steuert die Abwicklung und das Transportmodul vergleicht Tarife und bucht Paket- sowie Teil-Ladungsverkehre. Ein Scan des Versandlabels kann eine neue Tarifabfrage und Buchung auslösen, bevor die Ware das Lager verlässt.

Effizienzgewinne kommen bei den Beschäftigten an

Auch der Kundenservice profitiert von der gemeinsamen Datenbasis: Auftragsstatus, Aktivitäten im Verteilzentrum und Sendungsverfolgung sind in einer Ansicht verfügbar. Die höhere Produktivität ermöglichte es Titan Brands, die Bezahlung der Beschäftigten in den Lagerteams zu verdoppeln. Die gesamten Arbeitskosten sanken dennoch um 0,5 Prozent.

Der Fall zeigt, warum integrierte Ausführungssysteme für Industrie- und Handelsunternehmen an Bedeutung gewinnen. Gemeinsame Informationen machen Bestände und Transportoptionen früher sichtbar und erlauben koordinierte Maßnahmen, bevor eine Störung beim Kunden ankommt. Damit wird Digitalisierung zu einem operativen Werkzeug und nicht nur zu einer Sammlung getrennter Anwendungen.

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …