Polen genehmigt Verkehrsknoten für neues Großflughafenprojekt
Polen hat den Standort für einen 212 Hektar großen Bahn- und Straßenknoten östlich des geplanten nationalen Flughafens genehmigt. Die Entscheidung ist sofort vollziehbar und ermöglicht die Beantragung von Baugenehmigungen für den Knoten sowie die zugehörige Infrastruktur.
Das Areal liegt im Landkreis Grodzisk in den Gemeinden Baranów und Grodzisk Mazowiecki in der Woiwodschaft Masowien. Der Knoten ist Bestandteil des umfassenden Verkehrskonzepts für den Flughafen zwischen Warschau und Łódź. Bahn, Straße und Luftverkehr sollen dabei technisch und betrieblich als zusammenhängendes System entwickelt werden.
Verknüpfung mehrerer Bahnstrecken
Die Bahnanlagen werden Abschnitte der Strecken 5, 85 und 88 verbinden. Der Flughafenbahnhof soll an bestehende und geplante Verbindungen angeschlossen werden. Der Knoten selbst wird Teil der Hochgeschwindigkeitsstrecke 85, die den Flughafen mit Warschau und Łódź verbinden soll.
Für Industrie und Logistik ist insbesondere das geplante Straßennetz relevant. Es soll Umschlagflächen, Passagiereinrichtungen, Wartungsbereiche der Bahn und öffentliche Straßen erschließen. Bestehende Straßen werden dort umgebaut oder aufgegeben, wo dies erforderlich ist. Gleichzeitig soll die Erreichbarkeit der lokalen Verkehrsverbindungen erhalten bleiben.
Grundstückserwerb schafft Planungsbasis
Von den 212 Hektar wurden bereits 85,2 Hektar im Rahmen eines freiwilligen Erwerbsprogramms gekauft. Damit steht fast 40 Prozent der Fläche für die nächste Planungs- und Genehmigungsphase zur Verfügung. Weitere Grundstücke und Bauarbeiten werden jedoch erforderlich sein, bevor der Knoten in Betrieb gehen kann.
Die Bahninfrastruktur wird für eine doppelte zivile und militärische Nutzung ausgelegt. Die Planung der Strecke 85 wird durch EU-Mittel unterstützt.
Die Genehmigung für den östlichen Knoten ergänzt eine frühere Standortentscheidung für den Flughafen und die Verkehrsanlagen auf der Westseite. Der Flughafen soll zunächst 34 Millionen Passagiere pro Jahr abfertigen können. Für europäische Lieferketten könnte die Kombination aus Hochgeschwindigkeitsbahn, Straßenanbindung und Güterumschlag die Erreichbarkeit zentralpolnischer Industriestandorte verbessern.





