Hafen Gdańsk überschreitet im August acht Millionen Tonnen

Gdańsk port sets new August throughput record

Der Hafen Gdańsk hat im August erstmals mehr als acht Millionen Tonnen Fracht umgeschlagen. Gegenüber August 2025 stieg das Volumen um 13,3 %. Damit gewinnt der polnische Ostseehafen weiter an Bedeutung für regionale Lieferketten.

In den ersten acht Monaten des Jahres 2026 erreichte der Gesamtumschlag 57,7 Millionen Tonnen. Das waren 10 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Augustwert lag zudem über dem Ergebnis vom Juli, als 7,9 Millionen Tonnen abgefertigt wurden.

Breites Wachstum bei den Güterströmen

Die Entwicklung verteilte sich auf mehrere Kategorien. Der Umschlag von Stückgut legte um 21 % zu und wuchs damit um fast 470.000 Tonnen gegenüber dem Vorjahr. Die Container-Tonnage stieg um 15 %, die Zahl der Container in TEU um 16 %.

Flüssige Brennstoffe blieben mit 3,9 Millionen Tonnen die größte Gruppe. Ihr Volumen nahm im Jahresvergleich um 5 % zu und entsprach nahezu der Hälfte des Monatsumschlags. Die stärkste prozentuale Steigerung verzeichnete Erz mit 311 %, während Getreide um 90 % zulegte. Sonstiges Massengut war die einzige rückläufige Kategorie und sank um 12 %.

Relevanz für Industrie und Hafenautomation

Für Industrieunternehmen und Logistikdienstleister zeigt die Statistik eine anhaltende Nachfrage nach Container-, Massengut- und energierelevanten Transporten. Ein breiteres Güterprofil kann die Abhängigkeit von einem einzelnen Markt verringern und erleichtert die Planung von Umschlag-, Lager- und Hinterlandkapazitäten. Die Zahlen sagen allerdings nichts über künftige Engpässe aus.

Nach acht Monaten entfielen rund 26 Millionen Tonnen auf flüssige Brennstoffe und 20,8 Millionen Tonnen auf Stückgut. Investitionen in Hafenanlagen und die Anbindung an das Hinterland könnten die Voraussetzungen für höhere Durchsätze, bessere digitale Sendungsverfolgung und stärker automatisierte Abläufe verbessern. Hält das aktuelle Aktivitätsniveau an, dürfte Gdańsk 2026 ein stärkeres Jahresergebnis erzielen.

Weitere Angaben veröffentlicht intermodalnews.eu.

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