Fiege digitalisiert die Verwaltung von 4,7 Millionen Ladungsträgern
Die Fiege-Gruppe digitalisiert ihr Ladungsträgermanagement mit dem Load Carrier Management System (LCMS) von Loopario, dem früheren Logistikbude. Den Auftakt bilden Reifenregale; anschließend soll die Lösung schrittweise auf den gesamten Bestand von rund 4,7 Millionen Ladungsträgern ausgeweitet werden.
Fiege betreibt Ladungsträgerprozesse an 131 Standorten in 15 Ländern. Zum Bestand gehören unter anderem Europaletten, Gitterboxen, H1-Paletten, kundenspezifische Sonderladungsträger und Reifenregale. Das neue System soll Bestände, Bewegungen und die dazugehörige finanzielle Bewertung in einer durchgängigen digitalen Darstellung zusammenführen.

Operative Daten und Kosten in einem System
Bisher lagen die Informationen in unterschiedlichen Anwendungen. Bewegungsdaten aus dem Transportmanagement wurden teilweise automatisch übernommen, während die monatliche kaufmännische Bewertung getrennt erfolgte. Das LCMS von Loopario soll beide Perspektiven verbinden und damit Abweichungen früher erkennbar machen.
Für Fiege geht es dabei nicht nur um Transparenz. Standardisierte Abläufe und weniger wiederkehrende manuelle Tätigkeiten sollen die operative Arbeit vereinfachen. Digital eingebundene Partner können Konten leichter abgleichen und Differenzen schneller klären. Außerdem will Fiege den wirtschaftlichen Wert aller Paletten- und Ladungsträgerbewegungen regelmäßiger erfassen, den Automatisierungsgrad erhöhen und seine Leistungen für Kunden ausbauen.
Stufenweiser Rollout ab 2027
Im November 2025 starteten die Unternehmen zunächst ein Beratungsprojekt zur Analyse der bestehenden Prozesse. Seit Juli 2026 werden die Reifenregale an allen Fiege-Reifenstandorten parallel zu den bisherigen Systemen in LCMS verwaltet. Bis Ende Oktober 2026 sollen die aktuellen Abläufe erfasst, Informationen gebündelt und Workflows weiter vereinheitlicht werden.
Nach der Auswertung dieser ersten Phase ist ab dem zweiten Quartal 2027 die schrittweise Einbindung weiterer Ladungsträger vorgesehen. Die Zusammenarbeit hat zudem eine finanzielle Vorgeschichte: F-LOG, die Venture-Einheit von Fiege, ist bereits an Loopario beteiligt. Für F-LOG-Principal Markus Hüting zeigt der operative Einsatz bei Fiege die praktische Reife des Konzepts.





