25 Jahre LogiMAT: Wie Stuttgart die Intralogistik prägte
25 Jahre LogiMAT in Stuttgart stehen für einen tiefgreifenden Wandel der Intralogistik. Aus einer regionalen Ausstellung wurde ein internationaler Treffpunkt für Unternehmen, die Automatisierung, Software und Materialfluss zu leistungsfähigeren Betriebsabläufen verbinden wollen.
Bei der Premiere 2003 auf dem Messegelände Killesberg zeigten 160 Aussteller ihre Lösungen; rund 3.700 Besucher kamen. Bereits damals ging es um Roboter und fahrerlose Transportsysteme, aber auch um RFID, 2D-Codes, Pick-by-Light, Pick-by-Voice und cloudbasierte Software. Viele dieser Ansätze waren noch Zukunftsthemen und sind heute Bestandteile moderner Lager- und Produktionsumgebungen.
Vom Einzelprozess zur integrierten Automatisierung
Die Ausgaben 2004 und 2005 rückten Kommissionierung und sprachgeführte Systeme in den Mittelpunkt. 2006 folgten E-Commerce, digitale Logistik und automatisierter Materialfluss. Danach gewannen serviceorientierte Architekturen, AGV-Flotten, kooperierende Fahrzeuggruppen und die durchgängige Systemintegration an Bedeutung.
Rund um 2010 kamen energieeffiziente Intralogistik, nachhaltiger Hallenbau und umweltfreundliche Flurförderzeuge hinzu. Shuttle-Systeme, Bildverarbeitung, Kommunikationstechnik, leistungsfähigere Energiespeicher und Robotik erweiterten die technischen Möglichkeiten. Für Industrieunternehmen ist dabei vor allem die Skalierbarkeit relevant: Lager, Kommissionierung, innerbetrieblicher Transport und Produktion lassen sich schrittweise zu einem vernetzten Prozess ausbauen.
Stuttgart als Indikator für Investitionen
2008 wechselte die LogiMAT zur Messe Stuttgart am Flughafen. Der neue Standort startete mit drei Hallen, mehr als 571 Ausstellern und 15.000 Besuchern. Die Nachfrage wuchs weiter; 2019 waren erstmals alle zehn Hallen belegt. Die Pandemie verhinderte 2020 eine Präsenzveranstaltung, 2022 kehrte die Messe vollständig nach Stuttgart zurück.
Heute stehen autonome Roboter, Drohnen, intelligente Sensorik, künstliche Intelligenz, cloudbasierte Warehouse-Management-Lösungen und skalierbare Automatiklager auf der Agenda. Hinzu kommen IT-Sicherheit und resiliente Lieferketten. 2026 erreichte die Veranstaltung mit 1.671 Ausstellern und 69.856 Fachbesuchern einen neuen Höchststand; die Aussteller kamen aus 46 Ländern.
Das Jubiläum beschreibt somit nicht nur das Wachstum einer Messe, sondern die Verschiebung industrieller Prioritäten. Automatisierung muss heute integriert, energieeffizient und widerstandsfähig sein. LogiMAT bleibt in Stuttgart die Plattform, auf der diese Anforderungen mit marktreifen Lösungen zusammenfinden.





